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Liebe Unternehmerinnen und Unternehmer Siegburgs,

 

kurz vorm Wochenende möchten wir Ihnen noch ein paar Informationen an die Hand geben:

 

  1. Neue Pflicht zur Mund-Nase-Bedeckung – gültig ab Montag, 27. April
  2. Arbeitgeberverantwortung in der Corona-Pandemie
  3. Neues Online-Verfahren für Entschädigung bei Verdienstausfällen wegen Corona
  4. Förderprogramm „Go-Digital“ unterstützt bei der Schaffung von Homeoffice-Arbeitsplätzen
  5. 100% Zuschuss für das Beratungsprogramm „Förderung unternehmerischen Know-Hows“
  6. Erweiterung des Angebots der KFW-Bank

 

 

Zu 1.

Ab Montag 27. April 2020 gilt in NRW eine neue Fassung der Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus, die auch Auswirkungen auf Sie hat:

 

Wenn die Einhaltung eines Mindestabstands aus medizinischen, rechtlichen, ethischen oder baulichen Gründen nicht möglich ist, wird das Tragen einer textilen Mund-Nase-Bedeckung (zum Beispiel Alltagsmaske, Schal, Tuch) empfohlen. Die vorstehenden Regelungen gelten nicht, wenn Einsatzsituationen von Sicherheitsbehörden, Feuerwehr und Rettungsdienst und Katastrophenschutz eine Unterschreitung des Mindestabstands erforderlich machen.

 

Beschäftigte und KundInnen sind in folgenden Situationen zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung verpflichtet

 

  1. in Verkaufsstellen und Handelsgeschäften im Sinne von § 5, auf Wochenmärkten, bei der Abholung von Speisen und Getränken innerhalb von gastronomischen Einrichtungen nach § 9 sowie auf sämtlichen Allgemeinflächen von Einkaufszentren, „Shopping Malls“, „Factory Outlets“ und vergleichbaren Einrichtungen im Sinne von § 10,

 

  1. in sämtlichen Verkaufs- und Ausstellungsräumen von Handwerkern und Dienstleistern sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme von Handwerks- und Dienstleistungen, die ohne Einhaltung eines Sicherheitsabstands von 1,5 m zum Kunden erbracht werden (§ 7 Absatz 3 Satz 2) außer beim Führen eines Fahrzeugs im Straßenverkehr,

 

  1. in Arztpraxen und ähnlichen Einrichtungen des Gesundheitswesens

 

  1. bei der Nutzung von Beförderungsleistungen des Personenverkehrs sowie seiner Einrichtungen.

 

Dies gilt nicht für Kinder bis zum Schuleintritt und Personen, die aus medizinischen Gründen keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können. Die Verpflichtung nach Satz 1 kann für Beschäftigte durch gleich wirksame Schutzmaßnahmen (Abtrennung durch Glas, Plexiglas o.ä.) ersetzt werden.

 

Hier finden Sie den genauen Wortlaut: https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/stk_verordnung_24.04.2020.pdf

 

Wir bauen hier auf Sie als Unternehmerin und Unternehmer, dass Sie die Vorgaben organisieren, umsetzen und die Einhaltung in Ihren Geschäften etc. durchgängig sicher stellen. Die KollegInnen vom Ordnungsamt werden dies ab Montag auch stichprobeartig kontrollieren. Bei Fragen stehen wir natürlich gerne per E-Mail oder unter der untenstehenden Telefonnummer zu Ihrer Verfügung.

 

Die Wirtschaftsförderung ist zudem gerade dabei eine Übersicht von Verkaufsstellen in Siegburg zusammenzustellen, in denen die so genannten „Alltagsmasken“ verkauft werden. Wenn ihr Unternehmen solche Mund-Nasen-Schutz selbst schneidert, melden Sie sich gerne zurück mit allen Details (Preis, Material, mit Gummi oder Bändern, Kontaktmöglichkeit etc.), dann nehmen wir Sie mit auf. Diese Übersicht wird am Montag auf www.siegburg.de veröffentlicht werden.

 

Nichtsdestotrotz das wichtigste Mittel zur Begrenzung des Corona-Virus bleibt: Abstand halten und die konsequente Einhaltung von Hygieneregeln.

 

Zu 2.

Wir möchten Sie darauf aufmerksam machen, dass die aktuelle Corona-Schutzverordnung auch Angaben zur Arbeitgeberverantwortung macht:

Selbstständige, Betriebe und Unternehmen sind neben der Erfüllung ihrer arbeitsschutzrechtlichen Hygiene- und Schutzpflichten auch verantwortlich für die Reduzierung von Infektionsrisiken im Sinne des Infektionsschutzgesetzes. Hierzu treffen Sie insbesondere Maßnahmen, um

  1. Kontakte innerhalb der Belegschaft und zu Kunden so weit wie tätigkeitsbezogen möglich zu vermeiden,
  2. Hygienemaßnahmen und Reinigungsintervalle unter Beachtung der aktuellen Erfordernisse des Infektionsschutzes zu verstärken und
  3. Heimarbeit so weit wie sinnvoll umsetzbar zu ermöglichen.

Bei der Planung und Umsetzung der Maßnahmen berücksichtigen sie die Empfehlungen der zuständigen Behörden (insbesondere des Robert Koch-Instituts) und Unfallversicherungsträger.

 

 

Zu 3.

Wer unter Quarantäne gestellt wird oder wegen einer eigenen Infektion nicht arbeiten darf und deshalb einen Verdienstausfall erleidet, erhält aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) Entschädigung für seinen Verdienstausfall. Seit dem 30. März 2020 gilt dies auch für Menschen, die wegen Kita- oder Schulschließungen ihre Kinder betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können. Neu ist, dass diese Entschädigung nun auch online beantragt werden kann.
Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen Corona können ab Montag, 27. April 2020 online beantragt werden. Anträge stellen können Selbstständige und Arbeitgeber, die ihren Beschäftigten die Entschädigung auszahlen würden. Die Anträge werden digital an die zuständige Behörde im jeweiligen Land übermittelt. Alle Informationen zum Anspruch auf Entschädigung und zum Antragsverfahren stehen ab sofort auf der Internetseite www.ifsg-online.de zur Verfügung.

Überprüfen Sie immer die URL des Onlineantrags und nehmen Sie sich vor betrügerischen Websites in Acht.

 

 

Zu 4.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.

Nähere Informationen finden Sie unter www.innovation-beratung-foerderung.de.

 

 

Zu 5.

Am 3. April 2020 ist eine modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen in Kraft getreten. Ab sofort können Sie einen Antrag für Beratungen, die bis zu einem Beratungswert von 4.000 € für Corona-betroffene kleine und mittlere Unternehmen (einschließlich Freiberufler ohne Eigenanteil) gefördert werden, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen: www.bafa.de

Die Beratung für Jungunternehmen und Bestandsunternehmen kann im Rahmen der folgenden Beratungsschwerpunkte gefördert werden:

  • allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung
  • spezielle Beratungen, um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen oder
  • Unternehmenssicherungsberatung für Unternehmen in Schwierigkeiten

 

 

Zu 6.

Ab sofort können Sie bei Ihrer Bank oder Sparkasse, neben den bereits bestehenden Krediten zur KfW-Corona-Hilfe den neuen KfW-Schnellkredit 2020 beantragen: www.kfw.de  

Dieser richtet sich an Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern, die mindestens seit Januar 2019 am Markt sind.
Der Kredit kann für Anschaffungen (Investitionen) und laufende Kosten (Betriebsmittel) verwendet werden und ist zu 100 % abgesichert durch eine Garantie des Bundes. Das erhöht Ihre Chance deutlich, eine Kreditzusage zu erhalten.

 

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen, das Sie uns in den letzten Wochen in vielen Telefonaten und E-Mails entgegen gebracht haben.

Bleiben Sie weiterhin gesund!

 

Ihre Wirtschaftsförderung

  1. A. Karin Willnauer

 

Wirtschaftsförderung / Stadtmarketing / Tourismus

Nogenter Platz 10 (Rathaus), 53721 Siegburg

Tel.: 02241-102-268

Fax: 02241-102-450

E-Mail: karin.willnauer@siegburg.de